Mercury Redstone

Auf der Suche nach einem tollen Scaleprojekt für ein letztes Modell, was ich bauen werde und nachdem ich mich dann endlich zur Ruhe setze und die Himmelsstürmer nur noch im Fernsehen bewundern werde, bin ich auf die Mercury Redstone gekommen. Ja, die Rocket, welche den Amerikanern das Tor zum Weltraum aufgestoßen hat, die will ich noch einmal scale hinbekommen und natürlich auch einen Mega Flug zeigen.



Los gehts ( Juli 2019)

Es gibt 3 Bauabschnitte:

- Herstellung der Maintube mit Finns und Motormound,
- E-Bay mit Bergungselektronik,
- Droguetube mit Kapsel und Rettungsturm

Die Heardware steht schon mal bereit.


Die Maße habe ich so skalliert, dass sie bei mir in dem heimischen Korridor auch zum späteren Zeitpunkt hineinpasst.
Die Eckmaße sind 175 cm hoch und 12 cm im Durchmesser.

Ist erst einmal die Heardware gemacht, geht es zügig weiter.
Die E-Bay mit den Kupplern ist erst einmal wichtig um alles zusammensteckbar hinzubekommen.



Ein 50cm Rohrabschnitt wurde längs aufgetrennt und in das Ebay-Rohr geschoben. Nochmals längs ein paar Millimeter abtrennen, und nun kann man es einkleben.
Von innen wird es mit ein paar Lagen Glasgewebe zusammengeklebt.
So entstehen dann die nach außen stehenden Kupplerrohre.
Man muß beachten, dass ein Kuppler die 1,5 fache Länge wie der Durchmesser des zu kuppelden Rohres haben muß.



Da passt alles super gerade und es wackelt nichts.
Motormound und Düsenverkleidung sind auch schon eingebaut. Fast hätte ich die Aufnahmegewinde für die Raibuttons vergessen. Das konnte ich aber noch korrigieren, indem ich ein 3mm dickes Alustück von unten nachträglich in die Motortube eingeklebt und anschließen ein Gewindeloch geschnitten habe.



Alle Teile zusammengesteckt, kann man schon erahnen, wohin die Reise geht.


Es ist natürlich immer ein schwieriger Akt, die Flossen im rechten Winkel und ohne Verkantung aufzukleben.
Ich habe aber absichtlich keine Schlitze ins Rohr gefräst um die Flossen im TTW- Verfahren einzukleben.
Der Grund: bei einer harten Landungen sollen sie möglichst an der Klebekante abbrechen und nicht das Rohr noch beschädigen. Die Reparatur ist dann einfacher.





Die "Ruderfinns" habe ich etwas schmaler gemacht. Leider habe ich kein Maß dafür und konnte mich nur an historischen Aufnahmen orientieren. Einziges Scaleelement am Rumpf, der große seitliche Zugang, wahrscheinlich die Betankungsanschlüsse?


Somit ist der erste Bauabschnitt fertig. (August 2019)

Der zweite Bauabschnitt die E-Bay, mit der Bergungselektronik. Dafür habe ich die Elektronik aus dem "Rocketman" ausgebaut, da das Model so einen erheblichen Schaden beim letzten Flug erlitten hat, dass eine Reparatur nicht mehr sinnvoll erscheint. Die Elektronik, Altimax G1 und Altimax "Simply" sind zwar auch schon ein bischchen veraltet, aber wegen den Kosten... man ja nicht immer die neueste Modelversion haben. Da ich aber mit den Altimax "Simply" ein Backupsysthem habe, ist das vertretbar.

an dieser Stelle muss ich einen Stopp in der Berichterstattung meiner HP einfügen, da ich leider einen Unfall hatte:

Am Do 15.08.2019  habe ich meine großen schweren Lautsprecher (LS) in der Werkstatt aufrichten wollen um sie zu fotografieren, wegen E-bayverkauf. Der LS mit seinem Dreibein war zusammen geschraubt und arretiert. Nun fasste ich an der oberen Kante des LS an und wollte alles senkrecht hinstellen. Dabei rutschte mir der LS mit den dreibeinigen Füßen nach vorn weg und knallte auf den harten Betonboden. Ich fiel mit und schlug sehr heftig mit der linken Hüfte auf dem Werkstattboden auf. Ich konnte nicht mehr aufstehen und hatte sofort große Schmerzen in Hüfte und Bein.

Zum Glück war mein Handy in der Nähe und ich konnte meine Frau anrufen. Meine Frau holte noch einen kräftigen Nachbarn dazu und zusammen hievten die Beiden mich ins Auto und meine Frau fuhr mich zur Notaufnahme ins Krankenhaus. 

In der Notaufnahme brachten zwei Pfleger mich mit einem Rollstuhl zur Aufnahme, wo ich nach mehreren Std. Wartens geröntgt wurde, mit dem Ergebnis: Oberschenkelhalsbruch. Ich wurde hier im Ameos- Klinikum stationär aufgenommen und am nächsten Tag den 16.08.2019 operiert. Ich habe eine Duokopfendoprothese eingesetzt bekommen. Leider kam noch eine Lungenentzündung dazu. 

Nach 14 tägigen Krankenhausaufenthalt, kam ich in die Rehabilitationsklinik nach Blankenburg und verbrachte bei täglichen therapeutischen Maßnahmen 3 lange Wochen.

Jetzt (seit 19.September) bin ich zu Hause und muss hier bei einigen Ärzten vorstellig werden.
Das Wichtigste ist Physio- und Ergotherapie sowie Krankengymnastik. 
Wenn man den Fachärzten glauben mag, wird der Heil- und Widerherstellungsprozess bis zu einem Jahr dauern.
Aber ich bin überzeugt, dass das die schlechteste Prognose ist.
So lange kann ich nicht die Hände in den Schoß legen...



Halberstadt, 26.September 2019